„Ein Super-Coach verfügt über die Echtheit und Glaubwürdigkeit eines Pfarrers, hört aktiv zu wie ein Psychotherapeut und nimmt den Klienten mit all seinen Themen mit offener Haltung an, wie er ist, ohne zu werten wie Mutter Teresa. Er sieht die komplexen Zusammenhänge und ist immer einen Schritt voraus wie Sherlock Holmes. Dabei hält er ständig das Ziel vor Augen wie ein Leistungssportler, welches er mit einem prall gefüllten Rucksack voller Methoden flexibel zu verfolgen weiß wie ein Pfadfinder.“

Dieses Zitat wurde augenzwinkernd formuliert, nachdem die Hochschule für Angewandte Psychologie in Zürich (HAP) eine empirische Studie zahlreiche Personalverantwortliche nach den Kompetenzen eines Coachs befragt hatte. Das Idealbild vom Coach sieht demnach folgendermaßen aus:

Sozialkompetenz: Die Fähigkeit, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, ist für Unternehmen – Stichwort: Beziehungsfähigkeit – der wichtigste Punkt. Das aktive und unvoreingenommene Zuhören tritt unter Kommunikationsfähigkeit klar an die vorderste Stelle. Und die Haltung eines Coachs sollte von Wertefreiheit (Neutralität) sowie von Empathie geprägt sein.

Selbstkompetenz: Vornehmlich vernetztes Denken sowie die Zielorientierung von Coachs erachten Unternehmen als wichtig (Umgang des Coachs mit sich selbst). Die Haltung eines Coachs sollte von Authentizität (Echtheit, Glaubwürdigkeit) geprägt sein. Und man erwartet von ihm eine klare Rollendefinition bei der Auftragsklärung (Rollenverständnis).

Methodenkompetenz: Hier liegt die stärkste Gewichtung der Firmen bei der Methodenvielfalt und den klar vereinbarten Zielsetzungen.

Fachkompetenz: Coachs sollten mindestens einen Fachhochschulabschluss haben, aber spezifische Zusatzausbildungen wie eine Coaching-Ausbildung oder eine „psychologische Beratungsausbildung“ werden zusätzlich hoch geschätzt – im Unterschied zur Psychotherapieausbildung. Vier bis sechs Jahre Coaching-Erfahrung sollte ein Coach mitbringen sowie allgemeine Berufserfahrung. Er sollte sich nach Möglichkeit mit Konflikt- und Change-Management auskennen. Weiterhin wird generelles Wirtschaftswissen, das Wissen über das politische Klima und den Hintergrund der Organisation gewünscht.

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